Eine völlig subjektive Betrachtung. Von allen Multiplayerspielen macht mir Team Fortress am meisten Spaß. Ich merke es daran, dass ich es immer wieder spiele. Es hat Jahre gedauert, bis ich mit Team Fortress Classic aufhörte, die meisten meiner damaligen Freunde hatten sich schon anderen Spielen zugewendet. Aber für mich gab’s nur das Eine. Warum das so ist, habe ich versucht hier zu analysieren.

Abwechslung

Die neun verschiedenen Klassen geben dem Spiel schon eine große Tiefe. Wer mal ein bisschen fraggen will, spielt Soldier oder Demo, etwas Aiming üben? – eine Runde Sniper, mal richtig was für’s Team tun? – Medic oder Engineer. Ein bisschen kokeln? – Pyro. Schnelle Action? – Scout. Dicke Feuerkraft? – Heavy (am liebsten mit einem befreundeten Medic) und schließlich mal so richtig hinterhältig messern? – Spy. Alle Klassen spielen sich wirklich unterschiedlich und wer nur eine Klasse spielt verpasst was ;)

Die verschiedenen Maps und deren Spielarten bringen noch mehr Abwechslung ins Spiel. Capture the Flag, Capture Point und neuerdings Payload – manche werten Klassen auf, machen Sie also wichtiger, manche erfordern gutes Teamplay. Auch wenn TF anfangs nur sechs Maps hatte – mittlerweile sind es dank der Community hunderte.

Nicht-Realismus

Die Realismus-Shooter der letzten Jahre gingen mir echt auf die Nerven. Ich liebe Rocket- oder Grenjumps und hasse One Shot kills. Ich mag es die Gegner gut sehen und unterscheiden zu können und hasse es, wenn sie sich „realistisch“ im Unterholz verstecken und warten, bis ihnen wer ins Schussfeld läuft.

Ausweichen

Auch etwas, was Realismusshooter nicht bieten: Ausweichen! Wer gut ausweichen kann, lebt länger. Das geht natürlich nur, wenn man die Geschosse auf sich zukommen sieht – wie die Raketen, Granaten, Spritzen uvm. bei TF.

Vorhalten

Ein weiterer Skill, den man bei gewöhnlichen Realismus-Shootern nicht braucht: das Vorhalten. Wer mit einer Rakete Schaden machen will, der muss vorrausahnen, wo der Gegner steht, wenn sie ankommt. Je nach Entfernung, Laufrichtung und Klasse muss man mehr oder weniger vor die Füße ballern, damit es möglichst viel Splash Damage gibt. Die ballistische Flugbahn von Granaten beim Demoman oder der Spritzenknarre vom Medic – immer muss man etwas anders zielen – immer ist es eine Herausforderung und kein plumpes Fadenkreuz über die Rübe halten.

Team Play

Es gibt nichts schöneres als mit einem guten Team am liebsten aus Freunden einen Server zu rocken. Jeder hat seine Aufgabe, alle helfen einander, das Spielziel zu erreichen. In einem guten Team stirbt man seltener, hat mehr Muni, kommt schneller zum Einsatzgebiet und hat so noch mehr Spaß.

Die Community

TF Spieler sind die netteren Zocker. Es gibt kein aggressives Gequatsche im Chat, kein Cheater geblah und den ganzen Kinderkram. Es ist wirklich so – auf vielen CSS- oder noch schlimmer CS 1.6 Servern scheinen sich nur noch unterbelichtete, hormongesteuerte Pubertierende zu treffen.

3 Antworten zu „Warum Team Fortress am meisten Spaß macht“

  1. Schenk mir dein Sparschwein Sagt:

    Ich gebe dir Recht! Insbesondere das geflame über cheaten macht meiner Spiellust in CS oder CSS den Gar aus. Ich denke weil TF2 noch neu ist, macht es gerade deswegen so sehr Spass und weil die Kiddies noch keine funktionierenden Crackz dafür haben.

  2. bajazoo Sagt:

    Würde es auch gerne mal antesten. Kann man noch irgendwo ein Handbuch (deutsch) downloaden ?

    Danke

    Gruß

  3. Nagel Sagt:

    Der Link zum offiziellen Handbuch:

    steam://openurl/http://www.steampowered.com/v/index.php?area=manual&ProductId=440

    Zum Antesten am Besten auf das nächste Free Weekend warten – sollte mit dem Heavy Pack kommen :)


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